Schlafapnoe – Was ist das ?

Lautes Schnarchen geht auf die Nerven (vor allem auf die Nerven der Ehefrau) Schnarchen kann auch ein wichtiges Symptom fuer eine gefaehrliche Atemstoerung sein. Ist das naechtliche Saegen laut und unregelmaeßig, von laengeren Pausen der Atmung und von explosionsartigen Schnarchen unterbrochen, handelt es sich vermutlich um ein Schlafapnoe-Syndrom, das mehrere hundert mal pro Nacht zu einem Atemstillstand (Apnoe) fuehren kann.

Daraus folgt jeweils ein akuter Sauerstoffmangel im Koerper, der den Blutdruck in die Hoehe treibt. Die Betroffenen leiden tagsueber nicht nur unter extremer Einschlafneigung, sie laufen Gefahr, vorzeitig durch Herzinfarkt oder Schlaganfall zu sterben. Die Lebenserwartung ist deutlich verkuerzt.

Ursachen / Risikofaktoren

Das Schlafapnoe-Syndrom betrifft in der Regel uebergewichtige Menschen im Alter zwischen 40 und 60 Jahren. Maenner sind etwa 10 mal haeufiger betroffen als Frauen. Tritt ein Schlafapnoe-Syndrom bereits im Kindesalter auf, kann es zu koerperlichen und geistigen Entwicklungsverzoegerungen sowie Verhaltensauffaelligkeiten fuehren. Die Ursachen liegen meist im Kieferwachstum. Ein zu kleiner Kiefer verursacht eine Verengung der Atemwege. Die Schlafapnoe kann geheilt werden durch eine rotation advancement Operation.

Auch Frauen leiden unter Schlafapnoe !

Häufiger als bisher angenommen leiden Frauen unter dem Schlafapnoe-Syndrom. Dabei kommt es jede Nacht hundertfach zu Atemaussetzern. Bisher ging man davon aus, dass vor allem Männer davon betroffen sind. Doch besonders ab der Menopause steigt bei Frauen das Risiko einer Schlafapnoe. Die Gestagene haben eine Schutzfunktion und wirken sich positiv auf die Muskulatur im Rachenraum aus», erläutert Professor Dieter Köhler, Leiter der Lungenfachklinik Kloster Grafschaft in Schmallenberg.

Würden in den Wechseljahren die Hormone weniger, erschlaffe diese Muskulatur und könne im Schlaf die Atemwege verschließen. Aber auch Übergewicht wirkt sich durch Fettansammlungen im Rachenraum negativ aus, so Köhler.

Allerdings wird das Schlafapnoe-Syndrom bei Frauen seltener erkannt als bei Männern, das es sich mit anderen Symptomen äußert. Während Männer extrem laut schnarchen, leiden Frauen eher unter Ein- und Durchschlafstörungen sowie Depressionen – und werden falsch therapiert. Dabei handelt es sich bei Schlafapnoe um eine ernsthafte Krankheit, die das Risiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte deutlich erhöht, da das vegetative Nervensystem, welches die Atmung steuert ständig in Alarmbereitschaft steht. Dadurch kommt es zu einer dauerhaften Erhöhung des Blutdrucks.

Grundsaetzlich existieren zwei Formen der Schlafapnoe:

Beim zentralen Schlafapnoe-Syndrom liegt eine Stoerung des Atemantriebs im Gehirn vor (zentrale oder nicht-obstruktive Schlafapnoe).

Das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom (OSAS) ist hingegen die Folge der Verlegung (Obstruktion) der Atemwege durch Erschlaffung der Schluckmuskeln bzw. der Rachenwaende bei der Einatmung. Bei 9 von 10 Betroffenen mit Schlafapnoe-Syndrom ist die Erkrankung ein Zusammenspiel aus zentralen und obstruktiven Elementen.

Es gibt anatomische Besonderheiten im Nasen-Rachenraum, die ein obstruktives Schlafapnoe-Syndrom beguenstigen. Dazu gehoeren ein großes Gaumensegel, eine uebermaeßig große Zunge oder Mandeln sowie Nasenpolypen oder auch eine stark gekruemmte Nasenscheidewand.

Symptome koennen sein:

Schnarchen, unterbrochen durch Atempausen, die mit einem heftigen, seufzenden Atemzug oder einem Schnarchlaut beendet werden,

Apnoe (Atemaussetzter) von mindestens 10-Sekunden- bis Minutendauer,

Durchschlafstoerungen

Tagesmuedigkeit

Kopfschmerzen bei Aufwachen

Schwindel nach dem Aufstehen

naechtliches Schwitzen

Mundtrockenheit beim Erwachen

vermehrter Harndrang waehrend des Schlafs / naechtliches Wasserlassen

Sekundenschlaf-Attacken

Konzentrationsstoerungen bis hin zu Gedaechtnisstoerungen

depressive Verstimmungen

Impotenz

Im Falle eines leichtgradigen Befundes hilft manchmal schon der Verzicht auf Alkohol, regelmaeßige Schlafzeiten und das Schlafen in Seitenlage und bei uebergewichtigen Patienten eine Gewichtsreduzierung.

Behandlung:

Im Falle eines leichtgradigen Befundes hilft manchmal schon der Verzicht auf Alkohol, regelmaeßige Schlafzeiten und das Schlafen in Seitenlage und bei uebergewichtigen Patienten eine Gewichtsreduzierung.

Bei schwereren Befunden empfiehlt sich die naechtliche Benutzung einer Atemmaske. Über diese Maskenbeatmung werden die Atemwege waehrend des Schlafs offen gehalten, um Atempausen und den folgenden Sauerstoffmangel zu beheben.

Neben der Atemmaske kommen weiter Hilfsmittel wie z.B. Aufbissschienen und chirurgische bzw. HNO-aerztliche Eingriffe in Betracht.

Was macht nun eigentlich dieses CPAP-Geraet ?

Über eine Nasenmaske, die dicht am Gesicht abschließt, drückt ein Kompressor kontinuierlich Luft in die Atemwege, so das der Luftdruck im Rachen ansteigt. Da dieser Druck groeßer ist als die Kraefte, die den Rachen normalerweise kollabieren lassen wuerden, kann die Atemluft ungehindert stroemen. Die Atmung im Schlaf kann wieder voellig normal ablaufen. Apnoen koennen nicht mehr auftreten und in Folge entfallen die naechtlichen Atemstillstaende.

Zum eventuellen Erfahrungsaustausch -> Mein Therapiegeraet ist ein nCPAP Somnia 2 C-Flex von der Firma Heinen + Löwenstein.